Am Wochenende wurde das Thema "private Militärdienstleister" wieder einmal in die Öffentlichkeit gerückt. Das
geplante Eingreifen des deutschen Sicherheitsunternehmens Asgaard in Somalia führte zu Entrüstung und einer staatsanwaltlichen Ermittlung.
Der Branche haftet wohl eher ein negativer Ruf an. Naturgemäß findet die Arbeit nicht im Lichte der medialen Öffentlichkeit statt. Und rückt sie doch einmal dort hinein, dann sind es eher Skandale wie die von Blackwater im Irak.
Umso mehr Fingerspitzengefühl sollten diese Unternehmen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit besitzen. Die üblichen Schubladen in die Söldner von Ottonormalbürger einsortiert werden (Rambotypen, rechte Kriegsfanatiker, ...) sollten nicht einmal ansatzweise vorhanden sein. Niemand sollte das Gefühl haben, dass sich ein Haufen Spinner nach einem Action-Filmabend auf den Weg in den Krieg macht. Professionell und zurückhaltend sollte der Auftritt in den Medien sein.
Neugierig geworden durch die Berichterstattung, besuche ich die Webseite von Asgaard.
Die begrüßt den Besucher erst einmal mit einem Flashvideo als Intro. Das Logo des Unternehmens (ein Wikingerschiff auf einem Schild) breitet sich über eine Weltkarte aus. Dazu ertönt Musik, die Erinnerungen an einen
Hubschrauberangriff auf ein vietnamesisches Dorf erwecken. Fehlt nur noch, dass eine Fotoshow abläuft die Mitarbeiter in Siegerpose zeigt.
Noch bevor man die eigentliche Webseite erreicht, bildet man sich schon eine Meinung zu dem Unternehmen. Aus meiner Sicht ist der Webauftritt nur ein guter Ansatzpunkt für Kritiker und lässt die Firma eher unprofessionell wirken.